Determinismus?

Ich weiß nicht warum, aber ich spüre ein Gefühl der Erleichterung. Vielleicht täuscht mich mein Gefühl ja. Aber falls nicht, ist genau das eingetreten, was ich mir wohl unbewusst herbeigesehnt habe oder wohin mich mein Bewusstsein gelenkt hat. Oder es war so vorgesehen, sollte so sein, oder es geschah einer logischen Kausalität folgend. Oder alles zusammen. Wie auch immer, es könnte das Einzige sein, dass mich befreien kann. Und das wäre in einem Moment oberflächlich betrachteter Tragik etwas Gutes. Vielleicht kann ich nur so loslassen, weil ich es eben muss. 

Und das wäre ein erster Schritt. Von mir. Für mich. Denn ab jetzt geht es nur noch um mich. Einige mögen jetzt sagen: dir ging es immer nur um dich. Und damit haben sie recht. Ich meine es auch in einem anderen Kontext. 

Es ist zu spät für so einiges. Aber noch nicht für alles. 

Ich kann nichts verrücken oder ungeschehen machen. Ich kann nur versuchen, die Dinge in Zukunft besser zu machen. In jeder Hinsicht und Beziehung. Daran wird hart zu arbeiten sein. Aber darauf freue ich mich. Ich sehe dem sogar mit ungeduldiger Erwartungshaltung entgegen. Denn es bedeutet, dass ich mich besser kennenlernen werde. Ich werde meinen Ängsten und Unsicherheiten begegnen, mit ihnen konfrontiert werden und im besten Fall Erkenntnisse daraus ziehen können. 

Mit dem mir entgegengebrachten Hass kann ich dann schon leben. Einfach, weil ich weiß dass er berechtigt ist. Und deshalb werde ich dieser Ablehnung auch entgegentreten, sie auffangen und mit offenen Armen in Empfang nehmen. Ich werde aber nicht zulassen, dass sie mich jemals durchdringt oder einnimmt. 

Wer mich also verabscheuen möchte oder gar noch schlimmeres über mich denken mag: ihr habt jedes Recht dazu, natürlich. Aber verschwendet eure Zeit nicht zu lang mit unnötigem Protest gegen mich. Das bin ich nicht wert. Das ist niemand wert. Wendet euch lieber einfach von mir ab und anderen, wichtigeren Dingen zu. Ich werde irgendwann damit klar kommen. Und ihr auch. 

Ich hoffe, dass ich meinen Frieden mit mir machen kann. Und ihr mit mir. Eines Tages. Ich möchte, dass wieder gleichzeitig alles möglich oder eben auch unmöglich, aber nichts einfach nur ausgeschlossen ist. 

Wir werden sehen. 

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