Schließ die Augen.
Horch auf deinen Puls, auf das langsam verklingende Rauschen in deinen Ohren. Stell dir eine Wiese bis zum Horizont reichend vor. Dort ist es still und ruhig. Dort gibt es keine Flure, gläsernen Türen oder sonstigen Begrenzungen. Es existieren weder Zwänge noch Druck oder feste Umklammerungen. Die Luft ist rein und es macht Spaß hier umherzuwandern. Vielleicht erblickst du das ein oder andere, das dich interessiert und du näher betrachten möchtest. Es gibt dort so vieles, was entdeckt werden will.
Nimm dir alle Zeit, diese Welt zu erforschen. Bleib liegen, setz dich auf oder geh fort und komm zurück wann du möchtest. Du wirst das Grün nicht anders vorfinden, das weiche Bett des Grases wird nicht vertrocknet sein und die Bäume stehen immer noch am selben Platz. Es gibt einen schmalen, stetig und unbeherrschbar dahinfließenden Bach, in dessen kühles, klares Nass du deine müden Füße hinein tauchen kannst.
Das Leben oder Verweilen hier ist einfach und archetypisch. Wenn du Hunger verspürst, wartet wildes, immer reifes Obst darauf, von dir gepflückt und verschlungen zu werden. Wenn dich dürstet, forme eine Schale aus deinen Händen und trinke begierig aus einer nie versiegenden Quelle eiskalten, erfrischenden Wassers. Mit Anbruch der Dämmerung entzündet sich ein knisterndes, wohlig wärmendes Lagerfeuer, um dessen Fortbestand du dich bis zum nächsten Morgen nicht kümmern musst. Falls du ermüdest, lehne dich zurück, strecke deine Glieder und lass die Myriaden von wohl duftenden Blumen und Gräsern eine Silhouette um dich herum formen.
Wenn du dann unter dem Schatten der Bäume erwachst, wirst du ausgeruht sein und deinen nächsten Tag voller Tatendrang, Vorfreude und innerer Zufriedenheit angehen wollen.
Jetzt öffne wieder deine Augen.
Und atme.