gierig

gierige Blicke

von wilden Hunden,

die dich verschlingen,

die dich erkunden, 

die dich verzehren,

sich von dir nähren, 

dich weder verehren,

noch von dir schwärmen,

dich zwar begehren, 

doch sich bekennen, 

dich zu verwenden,  

dich zu benutzen,

und dich zu schänden. 

das was du bist, 

was einmal war,

und alles was ist,

wird dir jetzt klar. 

mit jeder Geste,

mit jedem Wort,

entfernst du dich weiter,

von jenem Ort, 

von jener Zeit, 

von jenem Glück, 

und jetzt führt kein Weg mehr 

dorthin zurück.  

gierige Klauen,

die dich begrapschen,

die nach dir langen, 

die dich betatschen,

wollen dich fangen,

halten und klammern,

zerren und ziehen,

drücken und quetschen. 

mit ihren Fängen 

wollen sie beißen,

dich nur verletzen,

brechen und reißen. 

du lässt es geschehen, 

du willst dich nicht wehren,

hast längst aufgegeben,

dich darum zu scheren,

es ist dir egal,

was mit dir passiert,

du hoffst nur darauf, 

dass der Schmerz sich verliert. 

dein unruhiger Blick   

folgt huschenden Schatten,

nervös und entrückt,

bleibt alles beim Alten,

du erkennst nur noch Formen,

und schemenhafte Gestalten

du lässt es geschehen, 

und über dich ergehen,

und ohne ein Flehen,

und ohne ein Klagen

beschließt du zu gehen,

niemand wird nach dir fragen.

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