la haine 

Meine Geschichte ist eine Geschichte des Hasses und der Abscheu, nicht der Mißverständnisse. Nach fast genau einem Jahr des immer noch andauernden, fest verankerten und sich stetig steigernden Kopfterrors vermag ich nicht zu beschreiben, nicht in Worte zu fassen, wie sich dieses Martyrium anfühlt. Wie unsagbar verteufelt, hinterhältig und schonungslos mächtig dieser Schmerz, die Trauer und der Hass in mir wüten. Es ist wie ein Flächenbrand, der sich ausweitet und nichts als unfruchtbare, verbrannte Erde hinterlässt. Sich dem völlig hilflos ausgesetzt gegenüber zu sehen, wie gelähmt und betäubt nur noch auf eine niemals eintretende Erlösung zu warten, tagein-tagaus, das ist dann die Königsdisziplin in meiner apokalyptischen, kleinen, traumatischen Welt. 

Könntet ihr nur sehen oder spüren, wie dunkel und finster es in meinem Herzen geworden ist. Von einer dicken, zähflüssigen Teerschicht überzogen, schlägt es nur noch so lange, bis es endgültig aufgibt, bis es vollständig kontrahiert hat, zusammengeschrumpft zu einem schwarzen Klumpen, der irgendwann einfach implodieren wird. 

Warum bin ich ich? Warum soll oder muss ich mich damit abfinden, ein Stück wertlose Scheiße zu sein, für den sich niemand interessiert oder jemals wieder interessieren wird? Attraktive Menschen haben es im Leben leichter, in allen Belangen. Oh Gott, wie sehr es mich nach so etwas schnödem wie purer Attraktivität dürstet. Wie sehr ich mich danach sehne, jemand zu sein der eine selbstverständliche Anziehungskraft besitzt. Es gibt nur schwarz und weiß. Entweder man hat es oder nicht. Was ist denn mit den inneren Werten? Strahlt man denn nicht Attraktivität gerade dann aus, wenn man sich selbst hingebungsvoll akzeptiert? Das ist alles nur Schwachsinn, eine erfundene Marketingkampagne für Menschen, die kein Mojo besitzen. Ich sage, seid neidisch auf attraktive Menschen, denn sie führen ein besseres Leben. Ich würde gerne ein besseres Leben haben. Oder überhaupt ein Leben. 

Ich hasse mich so sehr, das es mir fast spürbare, körperliche Schmerzen zufügt. Eine Art Phantomschmerz. In mir brennt eine höllische Feuerhose des puren, ungezügelten Hasses. Weil ich niemals schön, attraktiv und anziehend sein werde. Aber du bist doch gesund und dir geht es doch gut! Dann habt ihr nichts verstanden und seid allesamt nur Heuchler, die trösten wollen. Auf solche Menschen verzichte ich. Statt dessen könnte wenigstens einmal jemand den Schneid haben und sagen: Ja, du siehst scheiße aus und hast null Ausstrahlung, ich verstehe schon warum du es so schwer hast! Diesen Menschen würde ich umarmen, weil er ehrlich wäre. 

Schüttelt nur eure verständnislosen Köpfe. Aber versucht nicht länger mich mit euren hohlen Kopfhoch-Phrasen ins Leben zurück zu holen. Mich kann nur ein Wunder retten. Ich meine ein echtes, verdammtes Wunder, wie aus einem Märchen. 

Ich weiß. Es gibt keine Wunder. 

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