The Doors of Perception 

Meine Sucht kommt nicht von ungefähr. Sie wurde vielfach erprobt und dann für gut befunden. Die Sucht an sich ist desaströs, der Kick ist allerdings grandios. Glück scheint ein stimuliertes Nervensystem zu sein. 

Der Nachteil sind die Flut abhängiger Synapsen und getriggerter Neuronen. Ich bin Langzeitkonsument. Meine Dealer sind die Menschen, denen ich begegne, ohne dass sie etwas davon ahnen. Ich kann mir meinen Fix nicht selbst verabreichen, ebensowenig die Dosis rationieren. 

Ich bin abhängig von der Nadel der Perzeption. Also öffnet die Pforten der Wahrnehmung für mich. Jedoch bin ich bei Sonnenuntergang der Wahrheit kein Stück näher als bei Sonnenaufgang. Also erschaffe ich mir meine eigenen Tatsächlichkeiten. Was ich sehe, rieche, schmecke und nicht zuletzt höre, muss real sein. Du bist ein empfindsamer und subversiver Begleiter, mein prophetischer Freund. Du gehst mir nicht aus dem Kopf.

Ich bereite mir einen Cocktail aus Uppers, die Downers sind mit inbegriffen. Ich kann sniffen, spritzen, inhalieren – völlig egal. Hauptsache das Zeug ist gut. Doch das Fieber überkommt mich zu selten. 

Erst die Seltenheit eines schönen Augenblickes entfacht die Sehnsucht und erhält sie aufrecht. 

Ich bin ein Such(t)ender, auf der Reise in eine ungewisse Zukunft.

The most distressing thing that can happen to a prophet is to be proved wrong. The next most distressing thing is to be proved right. 

Aldous Huxley

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