Soo Herr M., nett dass Sie sich die Zeit nahmen!
Nett, dass Sie mich eingeladen haben!
Richtig muss es heißen: einluden, als wir Sie einluden. Sie wollten doch dem Verein „Freunde des Präteritums“ beitreten, oder nicht?
Ja, das will ich schon..ich meine, dass wollte ich schon…
Das war schon sehr schön. Sie konnten es ja doch!
Äh…ja…
Wie wurden Sie denn auf uns aufmerksam, wenn ich fragen durfte?
Nun, ich glaube..glaubte..es war bei einem Treffen der anonymen Orientierungslosen -oder nein, war es vielleicht doch auf der Jahreshauptversammlung der selbstverliebten Narzissmusgegner? Ich weiß es n..ich wusste es nicht mehr.
Spielte ja auch keine Rolle. Nun waren sie ja da.
Sollte ich schon gehen?
Aber nein, blieben Sie doch! Warum wollten Sie denn bei uns mitmachen?
Ich dachte, die Verwendung des Präteritums wurde unterschätzt. Nicht genügend gewürdigt.
Eine lobenswerte Einstellung. So sahen wir und viele andere das auch. Nicht umsonst zählten wir bereits über 10 Mitglieder.
So viele?
Ja, erstaunlich nicht wahr? Unsere Aufgabe bestand aber niemals im Bekehren der Menschen. Wir klärten lediglich auf. Das war unsere Mission. Wollten Sie etwas trinken? Ich hatte Wasser oder Kaffee war glaube ich auch noch da.
Jetzt nicht mehr?
Doch doch, es war genügend da.
Es ist verwirrend…war verwirrend…
Die Zukunft hatte der Vergangenheit schon immer einiges voraus, dies wollten wir ändern!
Aha. Und gelang es Ihnen?
Wer wusste schon, was die Zukunft brachte!
Durfte ich ehrlich sein? Ich glaubte, es war eine gute Idee. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher…
Sie verfielen in alte Muster-
-Nein! Ich verfalle. Ich verfalle in alte Muster! Präsens, Präsens, Präsens! Das hier ist totaler Humbug! Ich gehe jetzt!
Dann gab es nichts weiter zu besprechen! Sie hatten mich sehr enttäuscht!
Dann gab ich auf. Uups!