Hey Satan, einigen wir uns doch auf einen Vergleich. Du nimmst die Saat der Verdammnis von mir und ich huldige deiner grundsätzlichen Hegemonie, wie wärs?
Ach, ich weiß schon. Du verhandelst nicht. Niemals. Du bestimmst die Regeln. Auf einen Deal kannst du dich nicht einlassen. Dann lass es halt. Lass es und hau endlich ab. Bei mir gibt es nichts mehr zu holen. Stattdessen lässt du mich an der Knechtschaft all dieser Gesinnungsakrobaten teilhaben, um mir klarzumachen, dass ich dazugehören soll.
Das Hohlgequatsche der Menschenmassen mit ihren fortwährend gut gemeinten Ratschlägen und belang- und inhaltslosen Geschichten, sie reden und reden, nur um immer und immer wieder irgendwie weitermachen zu können, sie definieren ihr Leben über ein Konglomerat bestehend aus Lügen, Verleumdungen und sprachlichen Tricks, die ihr wahres Elend zu verschleiern versuchen. Es ist nichts weiter als prätentiöses Konsensgehabe. Können sie es sich nicht endlich wie ich eingestehen und akzeptieren, dass man keinen Sinn erschaffen und daran festhalten kann? Egal wie sehr wir uns anstrengen, es wird immer alles bedeutungslos bleiben.
Es gibt nur zwei Kategorien von Menschen: die, die vom Leben ohne jegliches Zutun umarmt werden, und jene, die entweder fallengelassen werden oder unbeachtet bleiben. Oh mein Fürst, deine Macht ist unermesslich. Du lässt uns fortwährend im Kreis oder einer Ellipse laufen. Es existiert kein Start-oder Zielpunkt mehr. Da ist es wieder, das Möbiusband. Wahrscheinlich ist es eine einfache Sache des Gleichgewichts. Ohne das Gute kann das Böse nicht existieren. Das Eine bedingt das Andere. Man vermag sich seine Seite allerdings nicht aussuchen zu können, denn alles ist vorher- und fremdbestimmt. Daran glaube ich, weil ich durch reine Eigeninitiative versucht habe, etwas zu verändern. Nicht viertel-, nicht halb-, sondern ganzherzig. Aber jetzt kann ich aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Also bleibe ich am Boden liegen und werde schon bald überwuchert sein von wildem Moos und grünem Unkraut. Man wird über mich hinwegtreten ohne mich zu bemerken und dann werde ich endlich vergessen sein.
Ich wollte nicht länger im Kreis laufen. Ich wollte ihn durchbrechen. Aber das geht nicht alleine. Das ist eine Tatsache, die ich nun endlich akzeptiert habe. Ist es das, was du wolltest? Dann gebe ich es dir. Hiermit. ICH AKZEPTIERE, DAS ICH NICHT MEHR EXISTIERE. ICH AKZEPTIERE MEINE VOLLSTÄNDIGE NUTZLOSIGKEIT. ICH AKZEPTIERE MEIN SCHICKSAL, etwas, das ich niemals tun wollte. Nur gibt es keinen Grund mehr, es nicht zu tun.
WIR erschaffen uns unseren eigenen Teufel mitsamt seiner Dämonenschar, schon klar.
Und jetzt verpiss dich und lass mich in Ruhe vegetieren oder sterben, denn zu mehr wird es nicht reichen. Denn ich bin der angekettete Elefant. Ich bin der angekettete Elefant.
Ich bin der angekettete Elefant.