Ein Algorithmus 

Vergieße Tränen bis zum Morgen,

weine wie noch nie zuvor. 

Es ist das Einzige was bleibt,

nur noch darauf ist Verlass. 

Und wenn die Sonne endlich aufgeht, 

bist du erschöpft und schläfst sanft ein. 

Dein Kopf verdreht zwischen den Schultern,

sie tragen das Gewicht der Welt.

Das Bett zerwühlt von einem Kampf,

der immer wieder neu beginnt. 

Du fragst dich, was das alles soll,

schlägst um dich und die Stunden tot.

Die Antwort liegt in deiner Hand,

doch eine Faust aus Stein lässt sich nicht öffnen. 

Und auf dem Tisch neben dem Bett,

liegt ein Buch mit sieben Siegeln. 

Nicht eins davon hat sich gelöst,

vom Inhalt hast du keine Ahnung. 

Vielleicht ist das ein Missverständnis,

du solltest nie geboren werden. 

So wie ein unsichtbares Band,

das lose auf dem Boden schleift. 

Ich geb‘ mich hin und warte drauf,

bis alles einen Sinn ergibt. 

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