So nah am Wasser
ist dieses Haus gebaut.
Jetzt steht es verlassen da.
Die Sicht wird durch den Dunst getrübt, der Ausblick durch den Nebel eingeschränkt. Alles was sich unserem Blick in die Ferne entzieht, scheint die Unendlichkeit zu sein.
Die Sonne ist längst vom Himmel gefallen und vom Meer verschlungen worden. Eine Brise weht den Geruch von Schlick und nassem Sand herüber.
Ich ziehe meine Schuhe aus und laufe barfuß in Richtung der Gezeiten. Meine Spuren werden hinter mir einfach weggespült, als hätte es mich nie gegeben. Es bleibt nur der Riss, eine kleine Lücke, hinter der die Leere mir stumm entgegenstarrt. Doch schon bald wird dieser Spalt sich wieder schließen als wäre nichts geschehen.
Ich schwimme ein Stück raus und verharre dann mit rudernden Armen und Beinen an einer Stelle, die so gut ist wie jede andere. Ich blicke nicht zurück an das Ufer, denn dort steht nur das leere Haus, mit Fenstern wie Augen aus schmutzigem Glas. Die Angst vor der Angst wird mit der nächsten kleinen Welle fortgespült und ich verabschiede mich von ihr. Mach’s gut du kleines Scheusal. Ich kann nicht sagen, dass es mir eine Ehre war mich zu kennen. Nein wirklich nicht.
Über mir leuchten die Sterne, sie glitzern, sie strahlen immer heller, beginnen zu pulsieren und explodieren schließlich in einem wunderschönen Feuerwerk aus Plasma und Gas.